Erfolg als Autor?

Erfolg als Autor?

Es ist der Traum eines jeden Autors, irgendwann einmal ein Buch zu veröffentlichen, wenn möglich in einem angesehenen Verlag.

Doch gerade in einem großen, angesehenen Verlag zu veröffentlichen, bleibt oftmals ein Traum. Warum? Weil gerade diese Verlage mit Manuskripten nur so überhäuft werden, da jeder die gleiche, tolle Idee hat, es gerade hier zu versuchen. Man reicht sein Manuskript dort ein und es wird einem schon im Vorfeld gesagt, dass es unter Umständen bis zu neun Monate dauern könnte, bis man Bescheid bekäme. Dies ist aber bei fast allen großen Verlagen so. Also absolut keine Seltenheit! Da heißt es dann einfach: Abwarten und gedulden! Und schlussendlich folgt dann nach mehreren Monaten die erwartete Absage.

Es bleibt als weitere Möglichkeit, sich dann die kleineren Verlage vorzunehmen. Da bekommt man meist schneller Bescheid. Aber auch hier ist es nicht ganz so einfach, als Autor Fuß zu fassen. Man wartet ja auch nicht gerade auf Sie! Aber die Chance, in einem kleineren Verlag als Autor unterzukommen ist auf jeden Fall höher als bei einem großen.

Was aber machen, wenn man mit seinem Manuskript so gar nicht weiterkommt? Beim Stöbern im Internet stößt man oft auf Inserate, wo Verlage plötzlich Autoren suchen und fühlt sich auch sogleich angesprochen. Man schickt sein Manuskript ein und denkt sich zunächst auch nichts dabei. Und Wunder über Wunder – nach einigen Tagen schon folgt überraschend eine Zusage mit den Worten: “Die Lektoren haben die Veröffentlichung Ihres Manuskriptes befürwortet!” Man glaubt zu träumen. Man hat es endlich geschafft! Plötzlich fällt dann der Blick auf die Zahl im weiteren Kontext: 14.681,13 Euro Publikationskosten, zzgl. MWST, welche der Autor zu tragen hat – kann aber ganz problemlos mit einer Ratenzahlung von 384,64 Euro über 36 Monate und einer Restschuldzahlung finanziert werden! Man erhält im Gegenzug ja auch ein Garantiehonorar von 1.400 Euro und zusätzlich 35 % pro verkauftem Buch, plus 30 Freiexemplare und einen Autorenrabatt auf weitere Exemplare von 30 %. Klingt doch fair oder nicht? Ist ja auch ganz selbstverständlich, dass man sich für die Verlegung seines eigenen Buches verschuldet! Man möchte ja schließlich als Autor anerkannt werden!

Solche dubiosen Verlage gibt es zur Genüge. Diese Verlage veröffentlichen dann alles, weil sie dafür im Gegenzug Geld bekommen – sogar Manuskripte, die im Online-Gedichte-Generator erzeugt wurden und keinen Sinn ergeben. Man spricht hier von Pseudoverlagen, Druckkostenzuschuss- oder Selbstzahlerverlagen.

Um gegen solche unlauteren Verlage vorzugehen oder davor zu warnen, wurde Fairlag gegründet – ein Aktionsbündnis für faire Verlage. 62 Autorenverbände und andere Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich zu einer gemeinsamen Initiative für mehr Fairness im Verlagsbetrieb zusammengeschlossen und machen mit diesem Aktionsbündnis unmissverständlich auf Missstände im Verlagswesen aufmerksam, die einseitig zu Lasten der Autoren gehen.

In einem offenen Brief fordert das Aktionsbündnis Fairlag klare Grenzen für diese Pseudoverlage:

http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/fileadmin/download/Offener-Brief_14_10_2009.pdf

Auf der Internetseite von Fairlag erhält man eingehende Informationen darüber, mit welchen Methoden Pseudoverlage arbeiten und woran sie zu erkennen sind.

Es gibt aber noch gute Alternativen, um mit dem eigenen Buch doch noch Erfolg zu haben.

Man sollte hierzu einmal den folgenden Artikel lesen: Acht Tipps, wie Sie ein eigenes Buch veröffentlichen (Artikel von Sebastian Schneider auf “Der freelancer Blog“)

Oder man besorgt sich das “Handbuch für Autorinnen und Autoren” aus dem Uschtrin Verlag. Hier ein Überblick über das umfangreiche Stichwortverzeichnis des Buches:  http://www.uschtrin.de/hb7_register.pdf

Das Herzstück des neuen “Handbuchs für Autorinnen und Autoren”, das nun in der 7. völlig überarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen ist, sind 15 Beispiel-Exposés (historischer Roman, Erotikroman, Heftroman, Fantasy, Krimi, Jugendbuch, Kinderbuch, zeitgenöss. Roman, Memoir/Reisebericht, Sachbuch, Ratgeber) mit Kommentaren der betreffenden Agenturen, LektorInnen und AutorInnen.

Das Buch bietet akquirierte Beiträge und Interviews von und mit Brancheninsidern wie:
Daniela Seel (kookbooks), Andreas Wilhelm (Autorenforum Montségur), Wolfgang Tischer (Literatur-Café), Martin Hielscher (Verlag C. H. Beck), Christine Proske (Producer), Paul Maar (Kinderbuchautor), Klaus Willberg (Thienemann Verlag), Klaus Kluge (Verlagsgruppe Lübbe), Marion Victor (Verlag der Autoren), Jan Ehrhardt (zur Regelsammlung Bühne), Wolf Schneider (Stil-Guru) u.v.a.

Sehr nützlich sind die Verlagsadressen, sortiert nach den Sparten Krimi, Kinder- und Jugendliteratur, historischer Roman, Lyrik, Erotik, Science Fiction/Horror/Fantasy/Mysterie, Publikumsverlage, Independents, Ratgeberverlage, Theaterverlage.

Mit dabei im Buch das Muster eines Agenturvertrags (Normvertrag), alles zum Thema Heftroman, Adressen und Profile der Literaturzeitschriften und Literaturagenturen, was man als GhostwriterIn verdient und noch viel mehr auf insgesamt 704 Seiten. Die Anschaffung dieses Buches lohnt sich also wirklich – viel Inhalt und gute Tipps.

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